Florenz (Firenze)

Dom Santa Maria del Fiore in FlorenzFlorenz, die Hauptstadt sowie größte Stadt der Toskana, war eine der reichsten Städte des 15. und 16. Jahrhunderts und gilt als die Wiege der Renaissance. Von 1865 bis 1870 war Florenz Hauptstadt des neu gegründeten Königreichs Italien.
Das historische Zentrum von Florenz mit seinen Museen, Palästen und Denkmälern zieht Jahr für Jahr Millionen von Touristen an und wurde 1982 UNESCO-Weltkulturerbe.
Zu den bakanntesten Sehenswürdigkeiten gehören neben dem Dom Santa Maria del Fiore mit Campanile und Baptisterium, die Kirchen Orsanmichele, San Lorenzo, Santa Croce, San Miniato al Monte, die Piazza della Signoria, der Palazzo Vecchio, die Uffizien, der Ponte Vecchio und der Palazzo Pitti.
Florenz ist zudem auch wichtige Modestadt und großes nationales Wirtschaftszentrum.

Steckbrief Florenz

Region: Toskana (Toscana)
Provinz: Florenz (Firenze)
Einwohner: 372.800

Der florentiner Dom Santa Maria del Fiore ist ein gotischer Bau, der ab 1296 gebaut und 1436 geweiht wurde, und basiert auf der Kirche Santa Reparata aus dem 4. und 5. Jahrhundert. Die Fassade wurde erst 1887 fertiggestellt. Die Kuppel von Filippo Brunelleschi zwischen 1420 und 1434 erbaut, inklusive der begehbaren Laterne an der Spitze 114,40 Meter hoch, bestimmt zusammen mit dem 82 Meter hohen, freistehenden Campanile das Panorama der Stadt.
Komplettiert wird der Domplatz von der Taufkirche, dem im Jahr 1059 begonnenen Battisterio di San Giovanni mit seiner weltberühmten, unter der Mitwirkung Giottos entstandenen, Paradiespforte.

Die äußerlich ungewöhnliche Kirche Orsanmichele wurde ursprünglich von 1284 bis 1291 als Kornspeicher errichtet. Die Schlichte Fassade, lediglich ergänzt mit Figuren der Schutzheiligen der Zünfte, die den Umbau zur Kirche in Auftrag gaben, zeugt noch von der urprünglichen Funktion des Gebäudes.

Die älteste Kirche in Florenz (gegründet im Jahr 393), San Lorenzo, ist heute ein herausragender Renaissancebau. Diese letzte Umgestaltung fand ab 1419 durch Brunelleschi im Auftrag der Familie Medici statt, der sie auch als Grabkirche diente (die Grabkapelle der Medici wurde in den Jahren 1520 bis 1534 von Michelangelo Buonarroti errichtet und beinhaltet auch die Gräber Giuliano und Lorenzo de Medici. Im Inneren sind unter anderem Kunstwerke von Filippo Lippi und Donatello, der Kreuzgang ist mit der 1524 nach Plänen Michelangelos begonnenen Biblioteca Medicea-Laurenziana verbunden.

An der Piazza Santa Croce liegt die ursprünglich franziskanische und im Jahr 1295 begonnene Kirche Santa Croce, in deren Inneren unter anderen Dante Aligheri begraben liegt, und die auch Werke von Luca della Robbia und Brunellesci beherbergt.

Unterhalb des Piazzale Michelangelo, von dem aus man eine besondere Aussicht über Florenz genießen kann, steht die Klosterkirche San Miniato al Monte mit ihrer inkrustierten Marmorfassade, die in der Zeit von 1050 bis 1207 erbaut wurde.

Einer der zentralen und geschichtsträchtigsten Plätze in Florenz ist die Piazza della Signoria mit der Loggia dei Lanzi, die unter anderem die Skulpturen „Raub der Sabinerinnen“ und „Perseus mit dem Haupt der Medusa“ beherbergt, dem Neptun-Brunnen, der Skulptur des „David“ von Michelangelo und dem Rathaus, dem Palazzo Vecchio.

Der Palazzo Vecchio erhielt seinen Namen „Alter Palast“, als der Medici-Herrscher Cosimo I. von dort in den Palazzo Pitti am anderen Arnoufer umzog. Errichtet wurde der Palast in der Zeit von 1299 bis 1314 ursprünglich als Palazzo dei Priori für Versammlungen der kommunalen Regierung der Stadtrepublik Florenz.
Von 1865 bis 1871 war der Palazzo Vecchio Sitz der italienischen Staatsregierung.

Im imposanten ursprünglichen Verwaltungsgeäude aus den Jahren von 1560 bis 1580 ist heute das weltberühmte Museum der Uffizien, die „Galleria degli Uffizi“, untergebracht, das auf eine Sammlung der Medici zurückgeht.

Auf der ältesten Brücke der Stadt, dem Ponte Vecchio, befinden sich seit dem 13. Jahrhundert Läden in Häuschen auf beiden Seiten der Straße. Seit dem 16. Jahrhundert beherbergen diese Läden ausschließlich Goldschmiedewerkstätten.

Im zeitweise von den Medici und später von den Königen Italiens bewohnten Palazzo Pitti befinden sich heute mehrere Museen (Gelleria Pitti oder Galleria Palatina, Museo delle Carroze, Museo degli Argenti), hinter dem Palast befindet sich der Boboli-Garten als Rückzugsmöglichkeit aus dem hektischen Trubel der Großstadt.